Jubiläumsjahr für AB Elektronik Sachsen GmbH

Dreißig Jahre Innovation, Entwicklung und Produktion von Sensoren und elektronischen Bauelementen. Ein guter Grund zum Feiern, aber auch Anlass für einen Rückblick auf die interessanten und dynamischen Meilensteine in der Firmengeschichte.

Wer heute unser Werk direkt am Tharandter Wald besucht, trifft auf einen etablierten Zulieferer der Automobilindustrie. Große Dynamik und die hohe Auslastung des Betriebes sind überall zu spüren – die Auftragslage ist sehr gut und der Betrieb arbeitet stellenweise rund um die Uhr! Namhafte Automobilhersteller vertrauen auf unsere Ingenieurleistung ebenso wie auf die professionelle Produktion von Temperatursensoren, Drucksensoren und Qualitätssensoren für Flüssigkeiten. Hohe Automation, eigene Entwicklung von der Idee bis zum fertigen Produkt und effiziente Logistik – AB Elektronik in Sachsen bietet ein professionelles Umfeld für Kunden sowie sichere und interessante Arbeitsplätze für mehr als 450 Menschen.

Begonnen hat diese Erfolgsgeschichte vor 30 Jahren. Im Grunde jedoch noch früher – schon zu DDR-Zeiten. Seinerzeit gab es eine geschäftliche Verbindung zwischen der Firma Elektronische Bauelemente Dorfhain und der AB Elektronik GmbH mit Sitz in Werne bei Dortmund. Das Kombinatsunternehmen produzierte Einstellregler und Potenziometer beispielsweise für Fernsehgeräte für den gesamten osteuropäischen Raum. Für die damalige BRD erfolgte der Vertrieb dieser Produkte durch die
AB Elektronik GmbH in Werne. Durch die vielen wirtschaftlichen Veränderungen und die problematische Finanzdecke des Kombinatsunternehmens Ende der 80er-Jahre war die Weiterführung des ehemaligen VEB mit mehr als 2.000 Mitarbeitern in alter Form nicht mehr möglich. Die AB Elektronik GmbH in Werne war damals bereits Automobilzulieferer und sehr hoch automatisiert. Für den Bereich der Bauelemente galt dies nicht, da war der bisherige Zulieferer in Dorfhain besser aufgestellt. Die damalige Geschäftsführung in Werne erkannte diesen Vorteil und gründete 1991 die Niederlassung „Werk Sachsen“ mit etwa hundert Mitarbeitern.

Als Starthilfe für das junge Unternehmen verlagerte sie Produktionslinien von Westfalen nach Sachsen und vergab den Einkauf von Kabelbaugruppen an das neue Werk. So begann 1993 in Klingenberg auch die Produktion von Reglern für die Automobilindustrie. Aldo Bojarski, heute Leiter der Entwicklung, gehörte schon damals zum Team und erinnert sich: „Es war für uns eine große Chance, zumal das Konzept von Anfang an war, nicht nur Lohnfertigung für Werne zu etablieren, sondern ein eigenständiges Unternehmen mit eigenen Produkten, eigener Produktion, Entwicklung, Qualitätssicherung sowie mit Einkauf, Vertrieb und Verwaltung zu schaffen. Das war 1991 nicht selbstverständlich, sondern eher die Ausnahme. Für die Beschäftigten war es deshalb auch eine große Verpflichtung, die damit verbundenen Erwartungen von Anfang an zu erfüllen.“. Ausruhen konnte sich das Team zu keiner Zeit, denn es war absehbar, dass beispielsweise Einstellknöpfe angesichts von Fernbedienungen keine Zukunft hatten. Das umtriebige Team der Entwicklung fokussierte sich daher ebenfalls auf die Automobilindustrie, deren stark wachsender Bedarf an Sensoren gute Perspektiven versprach. Temperaturfühler legten dafür den Grundstein, und bereits 1996 hatte das Werk alle notwendigen Zertifizierungen für die Autoindustrie erreicht. Es folgte der Spatenstich für ein neues Werk an der Salzstraße; 1997 wurde die eigenständige AB Elektronik Sachsen GmbH gegründet und es wurden weitere Produkte in das Portfolio aufgenommen.

Heute ist Thorsten Bick der Werkleiter und freut sich im Jubiläumsjahr über gute Perspektiven. „Wir sind als Automobilzulieferer bisher im Bereich der Verbrennungsmotoren gut aufgestellt. Das ist auch heute noch ein wichtiger Markt für uns. Wir freuen uns aber besonders, dass es uns jetzt schon gelungen ist, mit unseren Produkten die Weichen in Richtung Fahrzeuge mit Elektro- und Hybridantrieb gestellt zu haben. Unsere Technologien sind schon heute in den ersten Großserien für Elektrofahrzeuge namhafter deutscher Hersteller verbaut. Das spricht für den Innovationsgrad unserer Produkte und zeichnet uns als zuverlässigen Partner aus“, freut er sich über die gute Perfomance des Standortes, der seit 2017 zur AVX Gruppe mit Headoffice in den USA gehört.

Und so viel sei verraten: Das Team der Werkleitung möchte dieses besondere Jubiläum mit der Belegschaft feiern. Einen Familientag soll es im Spätsommer geben; wir alle drücken die Daumen, dass die allgemeine Infektionslage die Umsetzung zulässt!